Gesundheitswissen

Akne: Nicht nur ein Teenager-Thema

Pickel, Mitesser, entzündete Knoten – auch mit 25, 35 oder 45. Was Akne auslöst, welche Pflege wirklich hilft und wann eine ärztliche Behandlung sinnvoll ist.

Veröffentlicht: 19. März 2026 Aktualisiert: 2. Juni 2026 8 Min. Lesezeit
Junge Frau betrachtet ihr Gesicht in einem runden Badezimmerspiegel

Akne ist die häufigste Hauterkrankung überhaupt. Fast alle Jugendlichen haben zumindest zeitweise Pickel, doch bei vielen Menschen – besonders bei Frauen – bleibt sie auch im Erwachsenenalter oder tritt erst dann auf. Akne ist kein Zeichen mangelnder Hygiene. Sie ist gut behandelbar, und eine frühe Behandlung beugt bleibenden Narben vor.

Wie Akne entsteht

Vier Faktoren greifen ineinander: Die Talgdrüsen produzieren mehr Talg, die Ausgänge der Haarfollikel verhornen und verstopfen, bestimmte Hautbakterien vermehren sich, und es kommt zur Entzündung.

Hormone spielen eine zentrale Rolle, vor allem männliche Hormone, die auch Frauen in geringer Menge bilden. Daher verstärkt sich Akne oft vor der Periode, beim Absetzen hormoneller Verhütung oder bei hormonellen Störungen wie dem polyzystischen Ovarsyndrom.

Formen und Auslöser bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen sitzt Akne häufig an Kinn, Kieferlinie und Hals und zeigt sich eher als entzündliche, tiefe, schmerzhafte Knötchen. Mitesser, Pickel und Pusteln können gemeinsam auftreten.

Verstärkend wirken können Stress, Schlafmangel, Rauchen, stark fettende Kosmetik, häufiges Berühren des Gesichts, Reibung durch Masken oder Helme sowie bestimmte Medikamente. Der Einfluss der Ernährung wird diskutiert; bei manchen Menschen scheinen sehr zuckerreiche Kost und viel Milch ungünstig zu sein.

Die richtige Hautpflege

Zweimal täglich mit einem milden, seifenfreien Reinigungsprodukt waschen. Aggressives Schrubben, alkoholhaltige Gesichtswasser und Peelings mit groben Körnern reizen die Haut und verschlimmern oft die Entzündung.

Leichte, als nicht komedogen gekennzeichnete Pflege und Sonnenschutz verwenden. Pickel nicht ausdrücken – das treibt die Entzündung tiefer in die Haut und begünstigt Narben und dunkle Flecken.

Wann ärztliche Behandlung sinnvoll ist

Bei leichter Akne helfen oft Wirkstoffe zum Auftragen, die Verhornung lösen und Bakterien hemmen. Bei mittelschwerer und schwerer Akne, bei tiefen Knoten, Narbenbildung oder großem Leidensdruck sollte eine hautärztliche Behandlung erfolgen.

Es gibt verschreibungspflichtige äußerliche und innerliche Therapien sowie für Frauen hormonelle Ansätze. Wichtig ist Geduld: Die meisten Behandlungen zeigen erst nach acht bis zwölf Wochen ihre volle Wirkung. Bei plötzlicher Akne im Erwachsenenalter mit Zyklusstörungen oder vermehrter Behaarung lohnt sich eine hormonelle Abklärung.

Zusammenfassung

Akne entsteht durch vermehrten Talg, verstopfte Poren, Bakterien und Entzündung, beeinflusst von Hormonen. Auch Erwachsene sind häufig betroffen. Milde Pflege, kein Ausdrücken und bei Bedarf eine frühzeitige hautärztliche Behandlung beugen Narben vor.

Häufige Fragen

Nein. Zu häufiges, aggressives Waschen kann sie sogar verschlechtern.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

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