Gesundheitswissen

Fußpilz: Lästig, häufig – und gut in den Griff zu bekommen

Juckende, schuppige Zehenzwischenräume? Woran du Fußpilz erkennst, warum Durchhalten bei der Behandlung so wichtig ist und wie du einem Rückfall vorbeugst.

Veröffentlicht: 27. Juni 2026 Aktualisiert: 8. Juli 2026 7 Min. Lesezeit
Nackte Füße auf einem Holzboden im Bad neben einem Handtuch und Badelatschen

Fußpilz zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen überhaupt. Er ist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern das Ergebnis eines idealen Klimas: warm, feucht, dunkel. Genau das bieten Schuhe, Sportsocken und Gemeinschaftsduschen. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Behandlung und ein paar Gewohnheiten verschwindet er meist zuverlässig.

Woran du Fußpilz erkennst

Am häufigsten beginnt er zwischen den Zehen, vor allem zwischen dem vierten und fünften Zeh: Die Haut ist gerötet, juckt, schuppt, weicht weißlich auf oder reißt ein. Eine andere Form zeigt sich als trockene, feine Schuppung an Sohle und Fußrand, die wie ein Mokassin aussehen kann.

Manchmal bilden sich auch kleine juckende Bläschen am Fußgewölbe. Nicht jede schuppende Haut ist Pilz – Ekzeme oder Schuppenflechte können ähnlich aussehen. Im Zweifel klärt ein einfacher Abstrich in der Praxis die Ursache.

Wie man sich ansteckt

Die Pilzsporen werden über winzige Hautschüppchen übertragen, die in Schwimmbädern, Saunen, Umkleiden, Hotelzimmern oder in der eigenen Dusche liegen. Ob es zur Infektion kommt, hängt vom Hautmilieu ab.

Begünstigend wirken enge, wenig atmungsaktive Schuhe, starkes Schwitzen, kleine Hautverletzungen, Durchblutungsstörungen und Diabetes. Auch ein geschwächtes Immunsystem erhöht das Risiko.

Behandlung: konsequent und lange genug

Leichter Fußpilz lässt sich meist mit pilzhemmenden Cremes, Gels oder Sprays aus der Apotheke behandeln. Entscheidend ist, sie wie angegeben anzuwenden – und zwar auch noch eine Weile, nachdem die Haut wieder gesund aussieht. Wer zu früh aufhört, erlebt häufig einen Rückfall.

Bei ausgedehntem Befall, häufigen Rückfällen, Beteiligung der Nägel, Diabetes oder Durchblutungsstörungen gehört die Behandlung in ärztliche Hände. Manchmal sind dann Tabletten nötig.

Vorbeugen im Alltag

Füße nach dem Duschen gründlich abtrocknen, auch zwischen den Zehen, und ein eigenes Handtuch verwenden. Socken aus Baumwolle oder Funktionsfasern täglich wechseln und mit mindestens 60 Grad waschen. Schuhe abwechselnd tragen, damit sie trocknen können.

In öffentlichen Duschen, Schwimmbädern und Saunen Badeschuhe tragen. Wenn ein Familienmitglied Fußpilz hat, lohnt es sich, gemeinsam genutzte Badematten und Handtücher besonders sorgfältig zu waschen.

Zusammenfassung

Fußpilz ist eine häufige, harmlose, aber hartnäckige Pilzinfektion, die sich meist zwischen den Zehen zeigt. Konsequente Behandlung über die sichtbare Heilung hinaus verhindert Rückfälle. Trockene Füße, wechselnde Schuhe und Badeschuhe in Gemeinschaftsbereichen sind der beste Schutz.

Häufige Fragen

Selten. Unbehandelt kann er sich auf die Nägel ausbreiten oder Eintrittspforte für Bakterien werden.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

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