Gesundheitswissen

Migräne: Mehr als Kopfschmerzen

Pochender Schmerz, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit: Wie Migräne entsteht, welche Auslöser es gibt und wie Vorbeugung Attacken seltener macht.

Veröffentlicht: 10. Juli 2026 Aktualisiert: 10. Juli 2026 8 Min. Lesezeit
Frau liegt mit kühlendem Tuch auf der Stirn in einem abgedunkelten Raum

Migräne ist eine neurologische Erkrankung – und eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsausfälle. Betroffene erleben wiederkehrende Attacken, die Stunden bis Tage dauern und den Alltag komplett lahmlegen können. Lange wurde Migräne unterschätzt. Heute gibt es gute Möglichkeiten, Attacken zu behandeln und ihnen vorzubeugen.

Wie sich Migräne zeigt

Typisch sind einseitige, pulsierende Kopfschmerzen mittlerer bis starker Intensität, die sich bei körperlicher Aktivität verstärken. Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit hinzu. Eine Attacke dauert unbehandelt vier bis 72 Stunden.

Etwa ein Teil der Betroffenen erlebt vorher eine Aura: Sehstörungen wie Flimmern oder Zickzacklinien, Kribbeln oder Sprachstörungen, die sich innerhalb einer Stunde zurückbilden.

Auslöser erkennen

Migräne beruht auf einer erblichen Veranlagung. Attacken werden oft durch Auslöser begünstigt: unregelmäßiger Schlaf, Stress und vor allem das Nachlassen von Stress, ausgelassene Mahlzeiten, Flüssigkeitsmangel, hormonelle Schwankungen, Alkohol oder Wetterumschwünge.

Ein Kopfschmerztagebuch oder eine App hilft, persönliche Auslöser und Muster zu erkennen – und ist eine wertvolle Grundlage für das ärztliche Gespräch.

Akutbehandlung und Vorbeugung

Für die Attacke gibt es rezeptfreie Schmerzmittel und spezielle verschreibungspflichtige Migränemittel. Wichtig: Schmerzmittel an nicht mehr als zehn Tagen im Monat einnehmen, sonst droht ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz.

Bei häufigen oder schweren Attacken ist eine Vorbeugung sinnvoll. Neben ärztlich verordneten vorbeugenden Medikamenten wirken Ausdauersport, Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung und Verhaltenstherapie nachweislich.

Hilfe finden

Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis, bei schweren Verläufen neurologische Praxen und spezialisierte Kopfschmerzzentren. Es gibt außerdem digitale Gesundheitsanwendungen zur Migräne, die ärztlich verordnet werden können.

Online-Sprechstunden bieten eine ärztliche Einschätzung und gegebenenfalls Rezepte. Unser Vergleich zeigt die Möglichkeiten im Überblick.

Zusammenfassung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden, starken Kopfschmerzattacken. Auslöser kennen, Attacken gezielt behandeln und bei Bedarf vorbeugen – mit Bewegung, Entspannung und ärztlicher Begleitung – verbessert die Lebensqualität deutlich.

Häufige Fragen

Die Veranlagung wird häufig vererbt. Viele Betroffene haben Angehörige mit Migräne.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

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