Reisedurchfall: Vorbeugen und richtig reagieren
Cook it, peel it or forget it: Wie Reisedurchfall entsteht, wie du ihn vermeidest und wann ärztliche Hilfe nötig ist.

Reisedurchfall ist die häufigste Gesundheitsstörung auf Fernreisen. Je nach Reiseziel erwischt er einen großen Teil der Reisenden – meist in der ersten Woche. Er verläuft in der Regel harmlos, kann aber den Urlaub verderben. Mit einfachen Regeln lässt sich das Risiko senken.
Ursachen
Meist stecken Bakterien dahinter, seltener Viren oder Parasiten. Sie gelangen über verunreinigtes Wasser, Eiswürfel, ungeschältes Obst, rohe Salate oder unzureichend gegarte Speisen in den Körper.
Typisch sind mehrfach täglich wässrige Stühle, Bauchkrämpfe und manchmal Übelkeit. Die Beschwerden klingen meist nach wenigen Tagen ab.
Vorbeugen
Die bekannte Regel lautet: Koch es, schäl es oder vergiss es. Trinkwasser nur aus verschlossenen Flaschen oder abgekocht, auf Eiswürfel verzichten, Obst selbst schälen, Speisen gut durchgegart und heiß essen. Gründliches Händewaschen und Händedesinfektion sind wichtig.
Für bestimmte Ziele und Risikogruppen kann eine Impfung gegen einzelne Erreger sinnvoll sein. Das klärt die reisemedizinische Beratung.
Was bei Durchfall hilft
Am wichtigsten ist, verlorene Flüssigkeit und Salze zu ersetzen – am besten mit fertigen Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Leichte Kost wie Reis, Bananen, Zwieback oder Suppe ist bekömmlich.
Rezeptfreie Mittel können kurzfristig Linderung verschaffen, sind aber nicht für jeden geeignet. In bestimmten Fällen verordnet die Ärztin oder der Arzt eine gezielte Behandlung. Für die Reiseapotheke lohnt eine Beratung vor Abreise.
Gut vorbereitet reisen
Eine gut sortierte Reiseapotheke mit Elektrolytlösung, Fieberthermometer und Händedesinfektion gehört ins Gepäck. Wer chronisch krank ist, sollte vor Abreise ärztlich klären, wie mit Medikamenten bei Durchfall umzugehen ist.
Für die Beratung vor der Reise und Rezepte gibt es neben Hausarztpraxen auch Online-Sprechstunden. Unser Vergleich zeigt die Angebote.
Zusammenfassung
Reisedurchfall ist häufig und meist harmlos. Hygiene beim Essen und Trinken beugt vor; im Krankheitsfall ist Flüssigkeits- und Salzersatz am wichtigsten. Warnzeichen wie Fieber oder Blut im Stuhl gehören in ärztliche Behandlung.
Häufige Fragen
Meist zwei bis vier Tage. Länger anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.
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