Gesundheitswissen

Schlafstörungen: Wenn die Nacht zur Qual wird

Ein- und Durchschlafprobleme, frühes Erwachen: Was eine Insomnie ist, welche Ursachen es gibt und warum Verhaltenstherapie die erste Wahl ist.

Veröffentlicht: 4. März 2026 Aktualisiert: 4. März 2026 8 Min. Lesezeit
Mann sitzt nachts wach auf der Bettkante, auf dem Wecker leuchtet die Uhrzeit

Jeder schläft einmal schlecht. Doch wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über Wochen anhalten und tagsüber Erschöpfung, Gereiztheit und Konzentrationsprobleme folgen, spricht man von einer Schlafstörung. Sie ist weit verbreitet – und gut behandelbar, oft sogar ohne Medikamente.

Was ist eine Insomnie?

Von einer chronischen Insomnie spricht man, wenn Schlafprobleme mindestens dreimal pro Woche über mindestens drei Monate bestehen und den Alltag beeinträchtigen. Betroffene liegen lange wach, wachen nachts häufig auf oder zu früh am Morgen.

Andere Schlafstörungen sind etwa die Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern, das Restless-Legs-Syndrom oder Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie erfordern eine eigene Behandlung.

Ursachen und der Teufelskreis

Auslöser sind häufig Stress, Sorgen, Schichtarbeit, körperliche Erkrankungen, Schmerzen, Medikamente, Alkohol oder Koffein. Auch Depressionen und Angststörungen gehen oft mit Schlafproblemen einher.

Aus einer kurzen Phase schlechten Schlafs kann sich eine eigenständige Störung entwickeln: Man liegt wach, grübelt über den Schlaf, setzt sich unter Druck – und schläft noch schlechter. Das Bett wird zum Ort der Anspannung.

Behandlung: Verhaltenstherapie zuerst

Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie gilt als Behandlung der ersten Wahl. Sie umfasst Wissen über Schlaf, feste Bettzeiten, Schlafrestriktion, Entspannungstechniken und Strategien gegen Grübeln. Sie wirkt nachhaltig und ist auch als digitale Gesundheitsanwendung auf Rezept verfügbar.

Schlafmittel können kurzfristig helfen, sollten aber nur ärztlich verordnet und zeitlich begrenzt eingesetzt werden, weil manche zu Gewöhnung und Abhängigkeit führen.

Schlafhygiene im Alltag

Regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten, ein kühles, dunkles Schlafzimmer, kein Koffein am Nachmittag, wenig Alkohol und Bildschirme abends weglegen. Wer nicht einschlafen kann, steht besser kurz auf, statt sich im Bett zu wälzen. Mehr Tipps liest du in unseren Schlaf-Ratgebern.

Hilfe bieten Hausarztpraxen, Schlaflabore, Psychotherapeutinnen, digitale Programme und Online-Sprechstunden. Unser Vergleich zeigt die Wege.

Zusammenfassung

Chronische Schlafstörungen sind häufig und belastend. Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie – vor Ort oder digital auf Rezept – ist die wirksamste Behandlung. Schlafmittel sollten nur kurzfristig und ärztlich begleitet eingesetzt werden.

Häufige Fragen

Die meisten Erwachsenen brauchen sieben bis neun Stunden. Entscheidend ist, ob du dich tagsüber erholt fühlst.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

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