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Schuppenflechte: Mehr als eine Hauterkrankung

Scharf begrenzte, silbrig schuppende Stellen an Ellenbogen, Knien oder Kopfhaut: Was Psoriasis ausmacht, warum auch Gelenke betroffen sein können und welche Therapien helfen.

Veröffentlicht: 18. Juni 2026 Aktualisiert: 19. August 2026 9 Min. Lesezeit
Mann in hellem Leinenhemd krempelt im Freien den Ärmel hoch und schaut auf seinen Arm

Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Immunsystems, die sich vor allem an der Haut zeigt. Sie ist nicht ansteckend, verläuft meist in Schüben und kann in jedem Alter beginnen. Heute weiß man: Psoriasis betrifft oft den ganzen Körper – und gerade deshalb lohnt sich eine konsequente Behandlung.

Was bei Schuppenflechte passiert

Fehlgesteuerte Immunzellen lösen in der Haut eine Entzündung aus. Die Hautzellen erneuern sich dadurch um ein Vielfaches schneller als normal und lagern sich als dicke Schuppen ab.

Es gibt eine erbliche Veranlagung. Ausgelöst oder verstärkt werden Schübe unter anderem durch Infekte, Stress, Verletzungen der Haut, bestimmte Medikamente, Rauchen, Alkohol und Übergewicht.

Erscheinungsformen

Am häufigsten ist die Plaque-Psoriasis: scharf begrenzte, gerötete, erhabene Stellen mit silbrig-weißen Schuppen, typischerweise an Ellenbogen, Knien, Kreuzbein und Kopfhaut. Sie können jucken, müssen aber nicht.

Weitere Formen betreffen Hautfalten, Hände und Füße oder treten tropfenförmig nach Infekten auf. Auch Nägel können Tüpfel, Verfärbungen oder Ablösungen zeigen.

Gelenke, Herz und Seele im Blick

Ein Teil der Betroffenen entwickelt eine Psoriasis-Arthritis mit schmerzhaften, geschwollenen Gelenken, oft an Fingern und Zehen, oder mit Rückenschmerzen in Ruhe. Früh erkannt, lassen sich Gelenkschäden verhindern – Gelenkbeschwerden sollten daher immer angesprochen werden.

Die chronische Entzündung erhöht zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Auch Depressionen sind häufiger. Regelmäßige Check-ups und ein offener Umgang mit seelischer Belastung gehören deshalb dazu.

Behandlung nach Schweregrad

Leichte Formen werden äußerlich behandelt: Zunächst werden Schuppen mit speziellen Pflegeprodukten gelöst, dann wirken entzündungshemmende Cremes, Gele oder Schäume nach ärztlicher Verordnung. Auch die Kopfhaut lässt sich gezielt behandeln.

Bei ausgedehnter oder belastender Psoriasis kommen Lichttherapie und innerliche Therapien infrage, darunter moderne Medikamente, die gezielt einzelne Botenstoffe der Entzündung blockieren. Viele Betroffene erreichen damit eine nahezu erscheinungsfreie Haut.

Was du selbst tun kannst

Regelmäßige rückfettende Pflege, Rauchstopp, wenig Alkohol, Bewegung und ein gesundes Körpergewicht wirken sich nachweislich günstig auf den Verlauf aus. Stressbewältigung kann Schübe seltener machen.

Hautverletzungen vermeiden, denn an verletzten Stellen können neue Herde entstehen. Selbsthilfegruppen bieten Austausch und helfen gegen das Gefühl, mit der Erkrankung allein zu sein.

Zusammenfassung

Schuppenflechte ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündungserkrankung mit typischen schuppenden Hautstellen, die auch Nägel und Gelenke betreffen kann. Je nach Schweregrad helfen äußerliche Behandlung, Lichttherapie oder moderne innerliche Therapien. Ein gesunder Lebensstil und der Blick auf Begleiterkrankungen verbessern den Verlauf.

Häufige Fragen

Nein, sie kann nicht übertragen werden.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

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