Gesundheitswissen

Vitamin-D-Mangel: Wer betroffen ist und was hilft

Sonne, Ernährung, Nahrungsergänzung: Warum Vitamin D im Winter knapp wird, wer zu den Risikogruppen gehört und wann ein Test sinnvoll ist.

Veröffentlicht: 16. Mai 2026 Aktualisiert: 16. Mai 2026 6 Min. Lesezeit
Frau im Wintermantel hält ihr Gesicht in die tiefstehende Wintersonne

Vitamin D ist ein Sonderfall unter den Vitaminen: Der Körper bildet es größtenteils selbst – mithilfe von Sonnenlicht auf der Haut. In Deutschland reicht die Sonne aber im Winterhalbjahr dafür kaum aus. Ob jeder deshalb Vitamin D einnehmen sollte, wird oft diskutiert. Ein Überblick.

Wofür der Körper Vitamin D braucht

Vitamin D ist vor allem für Knochen und Muskeln wichtig: Es sorgt dafür, dass Kalzium aus der Nahrung aufgenommen und in die Knochen eingebaut wird. Ein ausgeprägter Mangel kann bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu Knochenerweichung führen und das Osteoporose- und Sturzrisiko erhöhen.

Darüber hinaus wird ein Einfluss auf Immunsystem und weitere Funktionen erforscht. Viele Hoffnungen auf breite Schutzwirkungen haben sich in Studien bisher allerdings nicht bestätigt.

Wer ein erhöhtes Risiko hat

Ein Mangel tritt häufiger auf bei Menschen, die selten draußen sind, etwa Pflegebedürftigen, bei älteren Menschen, deren Haut weniger Vitamin D bildet, bei dunkler Hautfarbe, bei vollständig bedeckender Kleidung sowie bei bestimmten Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen und Medikamenten.

Auch Säuglinge erhalten im ersten Lebensjahr routinemäßig Vitamin D zur Rachitisvorbeugung.

Sonne, Ernährung, Ergänzung

Im Sommerhalbjahr genügt es meist, Gesicht, Hände und Arme einige Minuten pro Tag ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen – ohne Sonnenbrand. Über die Nahrung, etwa fetten Fisch, Eier oder Pilze, lässt sich nur ein kleiner Teil des Bedarfs decken.

Bei nachgewiesenem Mangel oder Risikogruppen kann eine Ergänzung sinnvoll sein. Hochdosierte Präparate sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden, denn eine Überdosierung kann schaden.

Wann ein Test sinnvoll ist

Ein Vitamin-D-Test ist sinnvoll, wenn Risikofaktoren oder Beschwerden vorliegen, etwa bei Osteoporose. Ohne konkreten Anlass ist er meist eine Selbstzahlerleistung.

Neben der Hausarztpraxis bieten Online-Angebote ärztliche Beratung und Labortests. Unser Vergleich zeigt die Möglichkeiten.

Zusammenfassung

Vitamin D ist wichtig für Knochen und Muskeln. Im Winter wird es in Deutschland häufig knapp, besonders bei Risikogruppen. Sonne im Sommer, ein gezielter Test bei Bedarf und eine ärztlich abgestimmte Ergänzung sind sinnvoller als hochdosierte Einnahme ins Blaue.

Häufige Fragen

In Deutschland zwischen etwa Oktober und März kaum, weil die Sonne zu tief steht.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

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