PMS und PMDS: Wenn die Tage vor der Periode zur Belastung werden
Reizbarkeit, Traurigkeit, Brustspannen: Was das prämenstruelle Syndrom ist, wie sich PMDS davon unterscheidet und welche Hilfe es gibt.

Viele Frauen bemerken in den Tagen vor ihrer Periode Veränderungen: Brustspannen, Blähungen, Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen. Für manche sind diese Tage kaum spürbar, für andere eine echte Belastung. Bei einem kleinen Teil sind die psychischen Beschwerden so stark, dass von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) gesprochen wird.
Was PMS ausmacht
Das prämenstruelle Syndrom umfasst körperliche und psychische Beschwerden, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten und mit Beginn der Periode wieder abklingen. Typisch sind Brustspannen, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Heißhunger, Müdigkeit, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen.
Als Ursache gilt eine besondere Empfindlichkeit gegenüber den natürlichen Hormonschwankungen im Zyklus, die unter anderem Botenstoffe im Gehirn beeinflussen. Stress kann die Beschwerden verstärken.
PMDS: mehr als schlechte Laune
Bei der PMDS stehen schwere psychische Symptome im Vordergrund: ausgeprägte Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, starke Angst oder Anspannung, heftige Reizbarkeit oder Wut und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Diese Beschwerden beeinträchtigen Beziehungen, Arbeit und Alltag deutlich.
PMDS ist eine anerkannte Diagnose. Das Entscheidende ist der zyklische Verlauf: Die Symptome treten regelmäßig vor der Periode auf und verschwinden kurz nach ihrem Beginn weitgehend.
Diagnose: Das Zyklustagebuch ist der Schlüssel
Für die Diagnose ist es hilfreich, Beschwerden über mindestens zwei Zyklen täglich zu notieren. So lässt sich erkennen, ob sie wirklich zyklusabhängig sind oder ob eine andere Erkrankung, etwa eine Depression oder Schilddrüsenstörung, dahintersteckt.
Ansprechpartner sind frauenärztliche, hausärztliche oder psychiatrische Praxen. Bring dein Tagebuch zum Termin mit.
Was helfen kann
Bei leichtem PMS helfen oft regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, ein bewusster Umgang mit Koffein, Alkohol und Salz sowie Entspannungsverfahren. Viele empfinden es auch als entlastend, anstrengende Termine nicht gerade in diese Tage zu legen.
Bei starkem PMS oder PMDS gibt es wirksame ärztliche Behandlungen, etwa bestimmte hormonelle Methoden oder Medikamente, die auf Botenstoffe im Gehirn wirken. Auch kognitive Verhaltenstherapie kann helfen. Welche Option passt, wird individuell besprochen.
Zusammenfassung
PMS umfasst körperliche und psychische Beschwerden vor der Periode, die mit Blutungsbeginn abklingen. PMDS ist eine schwere Form mit stark belastenden psychischen Symptomen. Ein Zyklustagebuch hilft bei der Diagnose; es gibt wirksame Hilfen vom Lebensstil bis zur ärztlichen Behandlung.
Häufige Fragen
Deutlich seltener als PMS. Die Mehrheit der Frauen mit prämenstruellen Beschwerden hat eine mildere Form.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.
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